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Facettengelenksblockade

Die Fecettengelenksblockade ist ein anerkanntes, risikoarmes Behandlungsverfahren zur Therapie von Beschwerden wie Schmerzen, Missempfindungen oder Taubheitsgefühlen, die ihre Ursachen in einer Arthrose (Verschleiß) an den kleinen Wirbelgelenken haben. Sie müssen die Durchführung und die typischen Risiken einer solchen Therapie kennen, um sich entscheiden zu können. Dieser Aufklärungsbogen soll Ihnen einen Überblick über das Verfahren der Verödung verschaffen.

Wie wird die Facettengelenksblockade durchgeführt?

Je nach Region der zu behandelnden Gelenke erfolgt die Lagerung des Patienten in Rückenlage (zur Behandlung der Halswirbelsäule) oder in Bauchlage (zur Behandlung der Brust- oder Lendenwirbelsäule). Nach Aufsuchen der Punktionsstelle im Computertomographen wird diese örtlich betäubt. Nun wird eine dünne Nadel in die Nähe des Facettengelenkes vorgeführt. Die Position der Nadel und die Verteilung der Medikamente kann im Computertomographen mit Hilfe einer Lösung bestehend aus Wasser und einer geringen Menge Kontrastmittel überprüft. Anschließend erfolgt die Gabe der Medikamente (bestehend aus 4 bis 8 ml lokalem Betäubungsmittel und bis 40mg Cortison Kristallsuspension). Nach Gabe der Medikamente wird die Nadel entfernt.

Die Behandlung ist abgeschlossen. Sie kann bei Bedarf mehrmals im Abstand von wenigen Tagen wiederholt werden.

Worauf sollte nach der Facettengelenksblockade geachtet werden?

Da durch das lokale Betäubungsmittel ein Schwächegefühl im Arm oder im Bein auftreten kann, müssen Sie nach der Behandlung noch ca. 1 Stunden in der Praxis verbleiben. Sie sollten am Behandlungstag nicht mehr aktiv am Straßenverkehr teilnehmen; lassen Sie sich möglichst abholen.

Treten starke Schmerzen oder Befindlichkeitsstörungen (z. B. Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, etc.) auf, informieren Sie bitte umgehend den behandelnden Arzt.

Mit welchen Risiken ist zu rechnen?

Die Facettengelenksblockade ist ein risiko- und nebenwirkungsarmes Behandlungsverfahren. In sehr seltenen Fällen kann es dennoch zu Komplikationen kommen.

Zu nennen sind hier:

  • Selten können Blutergüsse im Punktionsbereich auftreten
  • Sehr selten kann es nach der ersten und zweiten Therapiesitzung zu einer Schmerzverstärkung kommen. Sollte dies der Fall sein, informieren Sie bitte umgehend den behandelnden Arzt.
  • Äußerst selten kann es zu allergischen Reaktionen (z.B. Hautrötung, Juckreiz, Atemnot, Herz-Kreislaufstörungen bis zum Tod) auf die angewendeten Medikamente kommen.
  • Äußerst selten kann eine Schädigung des Nerven durch die Punktionsnadel oder die Medikamente eintreten.
  • Bei Frauen im gebährfähigen Alter kann es zu Zwischenblutungen oder Zyklusstörungen kommen